6. Spieltag Sachsenliga: SV Einheit Kamenz - SG Motor Wilsdruff 4:3 (1:3)

Aktualisiert: Okt 27


Eine dicke und äußerst bittere Pille musste unsere Erste heute gegen den Staffelfavoriten aus Kamenz schlucken. Bei bestem Fußballwetter erlebte man eine Niederlage, wie sie niederschmetternder fast nicht sein kann.

Auch wenn die Hausherren spielerisch sicher das beste Team der Liga sind, sollte eine Führung mit drei Toren Unterschied wenigstens zu einem Punkt ausreichen, vor allem wenn man gegen die spielerische Dominanz und den Druck von Beginn an so schnelle Antworten in Form von drei abgezockten Toren findet.

Auch wenn das zweite Tor unter gütiger Mithilfe von Einheit-Schussmann Knobel fällt, musste sich die Heimelf erstmal kräftig die Augen reiben, nach dem zweimal Morgenstern und Lucius drei der ersten vier Chancen für die Gäste innerhalb von zehn Minuten veredelten. Dazu trieb man den Gegner durch kompaktes und konsequentes Verteidigen in der Phase nahezu zur Verzweiflung.





Doch allen voran Pereira Rodrigues wollte sich dem Schicksal nicht ergeben und sorgte mit viel Wut im Bauch gemeinsam mit den starken Sobe und Grellmann ein ums andere Mal für Gefahr für den Wilsdruffer Kasten.

Aus dem Spiel heraus wollte der Erfolg für den Favoriten aber bis zu dem Zeitpunkt nicht gelingen und so musste ein Standard als sogenannter Dosenöffner für die Kamenzer herhalten. Einen tückischen Freistoß vom Strafraum-Eck setzte Rodrigues an die Latte, Sobe schaltete am Schnellsten und musste nur noch über die Linie drücken. Mit ein wenig Glück und Schlussmann Arnold rettete Motor den Vorsprung in Pause. Dass Glück heute aber nicht ausreichend sollte, bewiesen die Hausherren sofort mit Wiederanpfiff, brannten ein wahres Feuerwerk ab und bereits nach 57 Minuten war die wilsdruffer Führung endgültig egalisiert - Rodrigues nutzte zwei mustergültige Vorlagen, einmal von Sobe und einmal von Grellmann und vollendete unnachahmlich. Erst im Anschluss schaffte es Motor, sich aus der Umklammerung zu befreien, aber ließ nun jegliche Ansätze sowohl defensiv, als auch offensiv aus dem ersten Durchgang vermissen. Je näher sich das Spiel dem Ende neigte, desto mehr spielte Kamenz nun seine Überlegenheit aus. Motor kam in der Phase kaum noch zur Entlastung und wollte wenigstens noch irgendwie den einen Punkt über die Zeit retten. Als zu allem Überfluss auch noch Kindermann nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig den Platz verlassen musste, nahm das Unheil seinen Lauf. Der krönende Schlusspunkt in einem regelrechtem Spektakel blieb natürlich Rodrigues vorbehalten, als er eine Alibi-Flanke von Kapitän Schidun aus dem Halbfeld an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor hoch nahm und zur Überraschung aller per Fallrückzieher vollendete - Traumtor in der 92. Minute! Kurz darauf pfiff Referee Müller die Partie ab, besiegelte den nicht unverdienten Sieg für die Kamenzer und die Wilsdruffer verließen wie geprügelte Hunde den Rasen im Stadion der Jugend.

Natürlich gibt niemand eine derartige Führung freiwillig aus der Hand, aber auch gegen einen spielerisch starken Gegner müssen sich unsere Jungs am Ende mangelhafte Zweikampfführung und Cleverness mit und ohne dem Ball vorwerfen lassen. Vor allem die Anzahl der Gegentore in den letzten beiden Spielen hinterlässt einen faden Beigeschmack!



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