Wernersgrüner Sachsenpokal: Runde 1

Nach rund 10 monatiger Unterbrechung war es für die Motoren aus Wilsdruff heute endlich wieder soweit und man durfte zu einem Pflichtspiel antreten. In der ersten Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals war man zur samstäglichen Primetime beim ambitionierten Kreisoberligisten in Dresden, dem TSV Cossebaude, zu Gast.

Und die Hausherren hatten für ihre Ambitionen den nötigen Biss mitgebracht, denn bereits in der ersten Minute nutzten sie einen groben Patzer unseres Kapitäns Bormann zur schnellen Führung. Unsere Mannschaft benötigten ein paar Minuten um sich zu schütteln und ins Spiel zu finden, schoss sich aber so langsam warm.


Nach einem etwas glücklichen Doppelpass zwischen Küchenmeister und Morgenstern, hatte Letzterer bereits nach einer viertel Stunde kaum Mühe, den Ball zum Ausgleich im langen Eck unterzubringen - 1:1 (15.)! Motor war nun besser im Spiel und hielt den Druck aufrecht. Ein ums andere Mal stellte man die Defensive der Cossebauder vor Herausforderungen, ließ aber meist die Präzision vermissen. Besser machte es nach 32 Minuten dann Neuzugang Becker, welcher Abstimmungsprobleme zwischen Schlussmann Kunze und Küchenmeister per Kopf clever zur Führung nutzte. Nach dem die Partie wegen eines medizinischen Zwischenfalls im Zuschauerbereichs in der Folge für knapp zehn Minuten unterbrochen werden musste (dem Zuschauer geht es aber wieder gut!), war es daher umso unerklärlicher, warum man das Spiel vor der Pause wieder durch teils haarsträubende Fehler in der Defensive aus der Hand gegeben hat! Kapitän Kleebank per Abstauber und Hendrich nach Kombination über unsere linke Seite brachten ihre Farben noch vor der Pause in Front und bestraften unsere teils erschreckenden Nachlässigkeiten eiskalt. Das Pausenwasser kam für die Wilsdruffer daher nicht ungelegen! Die kräftige Ansage vor dem Seitenwechsel von Trainer Rabe wusste man aber sofort in Energie umzusetzen. Erneut war es Becker der einen Abklatscher von Torwart Kunze clever zum 3:3 abstauben konnte. Trotz einer nun emotionsreichen Partie verflachte das Geschehen auf dem Spielfeld zwischenzeitlich etwas. Ein wenig aus dem Nichts dann der nächste Rückschlag für die Gäste. Küchenmeister verlor einen eigentlich einfach zu klärenden Ball im eigenen Strafraum und Cosssebaude sagt Danke - Hendrich schiebt quer auf den besser positionierten Klapsch und erneut sah man sich mit einem Rückstand konfrontiert (72.). Doch die Gäste bewiesen heute Steh-Auf-Männchen-Qualitäten und kamen bereits nach drei Minuten zurück, als Morgenstern am langen Pfosten eine vom Verteidiger verlängerte Flanke zum wiederholten Ausgleich über die Linie bugsieren konnte.

Unsere Mannschaft hatte nun Lunte gerochen, doch bis auf eine von Kunze stark parierte Direktabnahme von Becker passierte zumindest auf dem Feld in der regulären Spielzeit nichts mehr Nennenswertes! Insgesamt war es ab der zweiten Hälfte eine hitzige Partie, in welcher ein eher unsicher agierendes Schiedsrichtergespann durch eine unklare Linie wenig zur Abkühlung der Emotionen beitragen konnte. Die erste Hälfte der Verlängerung bleibt dazu recht ereignisarm, beide Seiten gingen zu dem Zeitpunkt nicht mehr ins letzte Risiko. Erst die vermeintlich letzten 15 Minuten sollten nochmal alle wachrütteln. Stührenberg nutze eine Unachtsamkeit in der Defensive der Heimelf um sich in den Strafraum zu tanken und konnte dort nur noch per Foul gestoppt werden. Routinier Morgenstern nutzte die sich bietende Gelegenheit vom Punkt zur nicht unverdienten Führung unserer Mannschaft! Verständlicherweise versuchte Cossebaude nun nochmal alles, um nach wackerer Leistung nicht mit leeren Händen dazustehen, doch es kam eher noch dicker. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Wilsdruffer, stoppte Kunze beim anschließenden Konter Stührenberg regelwidrig außerhalb des Strafraums und musste sogar noch mit glatter roter Karte vorzeitig das Feld verlassen. Zwar avancierte Morgenstern mit dem 6:4, erneut per Strafstoß, in der 122.Minute endgültig zum Matchwinner, was unter dem Strich aber nur noch Ergebniskosmetik bedeutete. Der Landesligist ist heute nach einer gefühlten Achterbahnfahrt nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, doch mit den gezeigten Schwächen wird es in den kommenden Aufgaben zum Saisonauftakt ganz schwer, etwas Zählbares mitzunehmen. Immerhin bleibt bis dahin noch eine Woche Zeit, sich auszukurieren und gemeinsam im Training Vollgas zu geben!


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