Sachsenliga Spieltag 3: FV Dresden 06 Laubegast - SG Motor Wilsdruff 3:1 (1:1)


Die Motoren aus Wilsdruff kommen zur Zeit in der Sachsenliga einfach nicht in Fahrt! Beim FV Dresden 06 aus Dresden-Laubegast musste man sich erneut mit 3:1 geschlagen geben und legte mit null Punkten nach 3 Spieltagen den perfekten Fehlstart hin. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Krahl und St. Göldner mussten die Gäste nun wieder auf insgesamt 9 Feldspieler verzichten und liefen personell mit dem fast letzten Aufgebot auf. Selbst Torwart-Trainer Maik Schäfer stellte sich mit seinen 46 Jahren als Wechselspieler für den Notfall zur Verfügung. Zu allem Überfluss war bereits nach 3 Minuten der Matchplan vom Trainerteam komplett überworfen als Tony Krampe den durchgebrochenen Djahdou nach Stellungsfehler unserer Dreierkette nur noch mit strafwürdigem Kontakt ins Straucheln bringen konnte und somit zu Recht als letzter Mann den roten Karton sah. Im Anschluss wollten die blau-gelben natürlich das Momentum nutzen und übernahmen die Initiative. Mit strukturiertem Offensivspiel wussten sie durchaus zu gefallen, ließen aber bei den Abschlüssen die Gefährlichkeit und Präzision vermissen. So kamen unsere Jungs in Unterzahl immer besser ins Spiel. Einen Freistoß aus dem Halbfeld konnte Becker überlegt Richtung langen Pfosten spitzeln, aber Schlussmann Beulke war auf der Hut. Beim anschließenden Eckball war er dann aber machtlos, als erneut Becker einen Kopfball als Aufsetzer im Tor versenkte. Da die Dresdner zu wenig aus ihren Feldvorteilen machten, war die Führung zu dem Zeitpunkt auch nicht gänzlich unverdient. Schmidt und Pohle wollten im Anschluss den Spielstand wieder egalisieren, zielten aber allesamt zu ungenau. Fast wären die Motoren mit dem knappen Vorsprung in die Pause gegangen, doch zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt schlugen die Hausherren zu. Einen unnötigen Ballverlust von Morgenstern im eigenen Angriff nutze Wappler für einen klugen Ball in die Spitze gegen aufgerückte und unsortierte Wilsdruffer. Djahdou war diesmal nicht aufzuhalten, umkurvte Arnold und schob zum Ausgleich den Ball ins leere Tor (42.) - Pause und Zeit zum durchatmen!


Denn es kam wie es zu erwarten war und die Hausherren wollten schnell die Partie in ihre Richtung lenken und taten dieses unter gütiger Mithilfe unserer Männer, welche sich sofort einschnüren ließen.

Mit dem wuchtigen 2:1 durch Wappler kurz nach der Pause erzielte die Heimelf einen echten Wirkungstreffer und damit ist die Geschichte des Spiels eigentlich bereits fast erzählt. Einzig bei einer Rudelbildung in der 50. Minute hätte sich der Laubegaster Pohle nicht beschweren dürfen, wenn er nach seinem Austeilen von Schiedsrichter Ordon ebenso frühzeitig zum Duschen geschickt worden wäre. In Anbetracht unseres dünnen Kaders, ist es fraglich, ob diese Entscheidung ggf. noch etwas am Spielverlauf geändert hätte. Während das Spiel bis zum Ende immer mehr verflachte, markierte Wölk mit dem 3:1 in der 75. Minute noch den Schlusspunkt.

Durch fehlende individuelle Routine und Klasse, gepaart mit unnötigen Fahrlässigkeiten hat man sich heute selber auf die Verliererstraße gebracht und wieder wertvolle Punkte verschenkt.

Dazu hat man sich zu den schlechtest möglichen Zeitpunkten die Gegentore einschenken lassen und sich der letzten Chancen beraubt, an dem Tag Zählbares mit nach Wilsdruff zu nehmen.

Doch da die Liga zum Glück recht ausgeglichen ist, ist noch keine Zeit frustriert in Panik zu verfallen. Aber nach dem missglückten Ligastart sollten auch bei dem letzten Beteiligten die Alarmglocken angegangen sein, denn so allmählich wird die Luft dünner. Wenn in 14 Tagen die Handwerker aus Rabenstein im Parkstadion zu Gast sind, sind die Wilsdruffer schon fast zum Punkten verdammt, um nicht endgültig den Anschluss zu verlieren. Sieg Motor!

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